Ein Tag im Archiv Geiger
Mit dem Zug nach München, Mittagessen auf dem Viktualienmarkt und weiter ins Archiv Geiger: Unser Studio-Besuch wurde zu einem Tag über Farbe, Konsequenz und die Frage, was Gestaltung tragen kann, wenn sie aus einer echten Überzeugung entsteht.
Manchmal muss man raus, um die eigene Arbeit wieder genauer zu sehen. Also sind wir als Studio nach München gefahren. Mit dem Zug, mit Mittagessen auf dem Viktualienmarkt und anschließend weiter ins Archiv Geiger nach Solln. Ein Ort, der nicht wie ein Museum im klassischen Sinn wirkt, sondern wie ein konzentrierter Arbeitsraum für Farbe, Form und Wahrnehmung.
Rupprecht Geiger hat sein Werk über Jahrzehnte auf wenige, starke Prinzipien verdichtet. Farbe war für ihn kein Schmuck und keine Fläche zum Füllen. Farbe war Energie, Raum, Wirkung. Diese Konsequenz berührt uns, weil sie viel mit unserem Verständnis von Design und Marke zu tun hat: Es geht nicht darum, möglichst viel zu zeigen. Es geht darum, das Richtige herauszuarbeiten – und dann den Mut zu haben, es konsequent zu führen.
Vor Ort hatten wir einen Workshop und gute Gespräche mit der Künstlerin Miriam Salamander. Ihre Arbeiten bewegen sich oft zwischen Linie, Fläche, Landschaft und Wahrnehmung. Genau daraus entstand ein Austausch, der nicht bei Kunst stehen blieb, sondern schnell bei Gestaltung, Reduktion, Verantwortung und Markenarbeit ankam.
Für uns war der Besuch ein guter Reminder: Gestaltung beginnt nicht mit Oberfläche. Sie beginnt mit einer Entscheidung. Mit einem Blick. Mit der Frage, was bleiben soll, wenn alles Überflüssige wegfällt.
Archiv Geiger
Miriam Salamander